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N53.
140693°
E12.
352469°

Museum im Kloster Stift zum Heiligengrabe, Heiligengrabe

Klimavitrine zur dauerhaften Präsentation der historischen Legendentafeln des Klosters. Analoge und digitale Vermittlung der Ausstellungsinhalte

Umsetzung durch

Kloster Stift zum Heiligengrabe / Projektleitung: Sarah Romeyke

Das Kloster wurde Ende des 13. Jahrhunderts in Heiligengrabe im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin gegründet und ursprünglich von Zisterzienserinnen bewohnt. Die Klosteranlage gilt als besterhaltene in Brandenburg und ist seit 1998 als Denkmal nationaler Bedeutung eingestuft. Größter und wichtigster Gebäudekomplex ist die dreiflügelige Klausur mit Klosterkirche, Kreuzgang und Kreuzgarten, westlich flankiert von der Heilig-Grab-Kapelle. Das in der Abtei befindliche Museum widmet sich der Kloster- und Landesgeschichte sowie dem geistlichen Selbstverständnis des Ortes. Mit der 2017 neu gestalteten Dauerausstellung sowie regelmäßigen Sonderausstellungen, Führungen und Projekten bildet das Museum einen wichtigen Anziehungspunkt für zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland.

Das Kloster Stift zum Heiligengrabe ist im Besitz von sieben Tafeln in Temperamalerei auf Eichenbohlen aus dem Jahr 1532, auf denen die Legende von der Gründung des Klosters dargestellt ist. Diese Malereien sind neben einer Flugschrift von 1521 das einzige erhaltene Zeugnis, das heute noch Auskunft über die Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte Gründung des Klosters gibt. Die Tafeln sind daher nicht nur für die Historie und das Selbstverständnis des Klosters von größter Bedeutung. Auch für die Geschichte Brandenburgs wird ihnen seitens der wissenschaftlichen Forschung schon lange höchste kultur- und kunsthistorische Geltung beigemessen. Dieser Wert bemisst sich an ihrer eigenwilligen künstlerischen Beschaffenheit, mehr noch aber an ihrer singulären Darstellung des Gründungsmythos von Heiligengrabe.

Die klimatisch schwierigen Bedingungen in den historischen Ausstellungsräumen der Abtei machten bereits mehrfach eine Restaurierung dieser mittelalterlichen Legendentafeln erforderlich. Um sie sicherstellen und dauerhaft präsentieren zu können, wird aus den Mitteln des Soforthilfeprogramms eine Klimavitrine inklusive der damit zusammenhängenden Baumaßnahmen finanziert.

Projekt­details

Art der Einrichtung

Baudenkmal

Bundesland

Brandenburg

Fördersumme DVA

24.799,00 €

Förderjahr

2021