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N51.
197495°
E13.
309062°

Heimatmuseum, Lommatzsch

Digitaler Museumsrundgang

Umsetzung durch

Stadt Lommatzsch, Projektleiterin Susann Kohlmann

Maßnahme

Virtueller Rundgang zum Ehrenbürger „Terence Hill“ mit Hilfe von Audio-Guides und Screens

Im Jahr 2020 begann die Stadt Lommatzsch, ihr Heimatmuseum vollständig umzugestalten. Ursprung des Heimat- bzw. Stadtmuseums war eine Sammlung historischer Gegenstände der Stadt Lommatzsch und ihrer Umgebung, die interessierte Lehrer seit 1905 zusammengetragen hatten. Seit langem war eine fachliche Arbeit des Museums nicht möglich. Zudem besaß das Museum kein Museumsdepot. Alle Objekte, die das Museum geschenkt bekam, wurden sofort in der Ausstellung untergebracht. Damit existierte keine museal aufbereitete Ausstellung von Museumsgut. Im letzten Jahr entschied sich die Bürgermeisterin, das Museum auf zukunftsfähige Beine zu stellen. Aus einem Heimatmuseum mit Terence Hill-Sonderausstellung wurde ein „Terence Hill Museum“, das den italienischen Schauspieler und zugleich Lommatzscher Ehrenburger in den Mittelpunkt stellt. Aufgrund der familiären Wurzeln von Terence Hill in Lommatzsch gelingt es trotz der klaren thematischen Ausrichtung auf den Schauspieler auch andere Aspekte der Stadtgeschichte zu vermitteln. Die Räume sind dazu mit zeitgenössischen Ausstellungsobjekten aus der Sammlung des Heimatmuseums und mit Originalen der Familie des Urgroßvaters von Terence Hill bestückt. Sein Urgroßvater Carl Menzel hat mit der Gründung eines Glaswerkes 1897 die Industrialisierung der Stadt eingeläutet und ist daher für die Stadtgeschichte sehr bedeutsam. Bis heute wird in Lommatzsch Glas verarbeitet.

Fortan ist es möglich, mittels Handys oder Tablets QR-Codes in der Ausstellung zu scannen und somit multimediale Inhalte aufzurufen. In jedem Raum wird eine thematische Geschichte erzählt, auch Filmzitate werden dabei eingebunden. Dank des digitalen Rundgangs wird den Besucherinnen und Besucher nun plastisch vermittelt, wie aus einem Kind von damals vier Jahren ein gefeierter Filmstar wurde.

„Das Soforthilfeprogramm hat uns sehr geholfen. Wir konnten sowohl Präsentationstechnik anschaffen, also auch eine digitale Führung umsetzen. Mittels QR-Code und ihrem eigenen Handy können sich die Besucher nun in der Ausstellung orientieren und sich die gezeigten Objekte viel besser erschließen. Ohne die Förderung wäre uns die Investition nicht möglich gewesen.“

Dr. Anita Maaß, Bürgermeisterin von Lommatzsch

Projekt­details

Art der Einrichtung

Museum

Bundesland

Sachsen

Fördersumme DVA

3.132,00 €

Förderjahr

2020