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N53.
276483°
E9.
507785°

Handwerkermuseum, Sittensen

Neuerwerb Stellwandsystem

Umsetzung durch

Gemeinde Sittensen, Projektleitung: Kerstin Thölke

Das Handwerkermuseum Sittensen befindet sich in der denkmalgeschützten Sittenser Wassermühle sowie in der gegenüberliegenden ehemaligen Fachwerkscheune, die heute als Museumsschmiede genutzt wird. Vom Apotheker- bis zum Zimmermannshandwerk präsentiert die Dauerausstellung 18 verschiedene, für ein Börde-Dorf wie Sittensen typische Gewerke. In originalgetreu inszenierten Werkstätten erfahren die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über fast vergessene Handwerkstechniken. Regelmäßige Sonderausstellungen widmen sich der Geschichte Sittensens sowie regionaler Kunst und Kultur. An besonderen Veranstaltungstagen besteht die Gelegenheit, Handwerksmeister und -meisterinnen in Aktion zu erleben oder sich selbst in einer alten Handwerkstechnik zu üben. Es werden Web- und Spinnkurse sowie Schmiedetage für Erwachsene und Kinder angeboten. Darüber hinaus werden Lesungen, Konzerte und Fachvorträge organisiert. Im Rahmen der Museumsarbeit wird großer Wert auf eine gute Vernetzung mit den verschiedenen Akteuren vor Ort gelegt. Unter anderem bestehen regelmäßige Kooperationen mit den örtlichen Schulen und Vereinen. So finden jährlich gemeinsam mit der Osteland Schule Sittensen organisierte Schülerausstellungen statt. Auch gibt es regelmäßige Ausstellungskooperationen mit ansässigen Vereinen und den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde sowie mit der Tischler-Innung Bremervörde-Osterholz. Auch Kunstschaffenden mit regionalem Bezug bietet das Haus die Möglichkeit, Ausstellungen zu realisieren. Ansatz ist, ein offenes Haus für Kultur und Austausch im ländlichen Raum zu schaffen. Vor allem durch die Lage in der Metropolregion Hamburg ist es dem Museum ein Anliegen, den Bewohnerinnen und Bewohnern der Bördeorte einen kulturellen Anlaufpunkt in ihrer Heimat abseits der großen Städte zu bieten.

Seit seiner Gründung im Jahre 1998 besitzt das Museum ein Hängesystem für die Präsentation von Sonderausstellungen. Dieses System wurde damals im Eigenbau hergestellt und weist nach mittlerweile über zwanzig Jahren regelmäßiger Nutzung Gebrauchsspuren auf. Da die Platten des Systems an den Deckenbalken des Ausstellungsraumes in der historischen Wassermühle befestigt werden müssen, ist die Platzierung im Raum nicht flexibel und die Ausstellungsgestaltung eingeschränkt. Eine professionelle Präsentation der Ausstellungen ist für eine erfolgreiche Umsetzung der Museumsarbeit jedoch unerlässlich. Für den Bereich Sonderausstellungen soll daher aus den Mitteln des Soforthilfeprogramms ein neues flexibles, modulares Stellwandsystem erworben werden.

Projekt­details

Art der Einrichtung

Heimatmuseum, Technikmuseum

Bundesland

Niedersachsen

Fördersumme DVA

10.463,40 €

Förderjahr

2021