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N52.
169088°
E13.
707311°

Freilichtmuseum Germanische Siedlung Klein Köris, Groß Köris

Germanische Siedlung Klein Köris – Schilfdächerreparaturen

Umsetzung durch

Verein Freilichtmuseum Germanische Siedlung Klein Köris e.V., Projektleiter Sven Gustavs und Michael Böhm

Maßnahme

Sanierung von Reetdächern von drei musealen Gebäuden (Grubenhaus, Wohn-/ Langhaus und eines Speichers)

Erdarbeiten bei Klein Köris in der Mark Brandenburg führten die Archäologen auf die Spuren eines untergegangenen Germanendorfes aus der Zeit vom 2. bis 5. Jahrhundert n. Chr.. Von 1976 bis 1995 erfolgten großflächige Grabungen. Ein hoher Grundwasserspiegel hatte hölzerne Gegenstände und Konstruktionen konserviert, sodass die hervorragend erhaltenen Funde eine detaillierte Rekonstruktion des Dorfes erlauben. Der Fundplatz ist eine der bedeutendsten und bestdokumentierten Grabungen zur frühgeschichtlichen Besiedelung östlich der Elbe in Deutschland.

Während der Grabungen zeigten Besucher großes Interesse am Leben in germanischer Zeit. Ehemalige Grabungsteilnehmer und Ortsansässige nahmen diesen Wunsch nach anschaulicher Darstellung des Lebens in germanischer Zeit für die Öffentlichkeit auf und gründeten 1995 den Verein „Freilichtmuseum Germanische Siedlung Klein Köris e.V.“. Um die Grabungsergebnisse konsequent in eine anschauliche Rekonstruktion umzusetzen und Geschichte lebendig werden zu lassen, wurden für eine archäologische Freilichtschau Nachbauten typischer Gebäude und Installationen eines germanischen Gehöftes am originalen Standort errichtet. Der Besucher kann die Rekonstruktionen besichtigen, alte Handwerkstechniken aus der Nähe verfolgen oder sogar selbst erlernen. Auf diese Weise wird die römischen Kaiserzeit im Dahmeland anschaulich vermittelt und zum Erlebnis für jeden.

Die Schilfdächer des Grubenhauses, des Langhauses sowie des Speichers waren durch jahrelange Verwitterung wartungsbedürftig. Dank der Fördermaßnahme wurde es ermöglicht, diese Dächer auszubessern und eine kostenaufwendige Neudeckung zu vermeiden. Damit konnten die drei Gebäude geschützt und erhalten sowie ihre weitere museale Nutzung als begehbare Objekte gewährleistet werden. Die geförderte Instandsetzungsmaßnahme trägt auch dazu bei, das im landschaftlich reizvollen Naturpark Dahme-Heideseen gelegene Freilichtmuseum als touristischen Anziehungspunkt zu bewahren und somit die Region zu stärken.

Projekt­details

Art der Einrichtung

Freilichtmuseum

Bundesland

Brandenburg

Fördersumme DVA

6.450,00 €

Förderjahr

2020