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N50.
498352°
E9.
946788°

Deutsches Segelflugmuseum mit Modellflug

Gersfeld

Teilerneuerung einer Fensterfläche an der „Hans-Werner-Grosse-Halle“

Umsetzung durch

Förderverein Deutsches Segelflugmuseum mit Modellflug e.V. / Projektleitung: Peter Ocker

Mit 950 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist die Wasserkuppe der höchste Berg Hessens und der Rhön. Das Deutsche Segelflugmuseum mit Modellflug wurde am Geburtsort des Segelfluges – der Wasserkuppe – im Jahr 1986 als Rundbau errichtet. Aufgrund seiner exponierten Lage ist das Museum eine weltweit einzigartige Einrichtung. Der Berg hat eine bewegte Geschichte, die im Museum erzählt wird: Hier wurden der Segel- und Modellflug entwickelt. Im Jahr 1910 starteten Studenten die ersten Flugversuche. Später entstanden auf der Wasserkuppe ein Fliegerlager und eine Forschungsstätte für Flugtechnik und Aerodynamik. Im Nationalsozialismus befanden sich auf der Wasserkuppe eine militärische Flugschule und ein Flugplatz, die von einer amerikanischen Bomberstaffel schwer getroffen wurden. Von der Wasserkuppe aus navigierten die Amerikaner die Flüge der „Rosinenbomber“ während der Berlin-Blockade. In der Zeit des Kalten Krieges diente der Berg den Alliierten zur Überwachung des Luftraums im Gebiet des Warschauer Pakts. Bis heute spielen der Segel- und Modellflug auf der Wasserkuppe eine wichtige Rolle. Das Museum verbindet die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der beiden Sportarten. Auf 4.000 Quadratmetern stellt es historische und moderne Fluggeräte aus und vermittelt Wissenswertes von den abenteuerlichen Anfängen des Flugsports bis hin zum heutigen Stand der Flugzeug-Technik.

Mit der Hans‐Werner‐Grosse-Halle erhielt das Museum im Jahr 2007 einen Anbau, der aus Kostengründen mit Kunststoff-Fensterrahmen ausgestattet wurde. Diese erwiesen sich im Laufe der Zeit aufgrund hoher Sonneneinstrahlung als denkbar ungeeignet. Aus den Mitteln des Förderprogramms werden besonders in Mitleidenschaft gezogene Fensterrahmen und erblindete Scheiben des Anbaus erneuert. Somit ist das Museum jetzt auch wieder abgedichtet, was sich auf Heizkosten, vor allem aber auf den Erhalt der wertvollen Exponate auswirkt.

Projekt­details

Art der Einrichtung

Kulturhistorisches Museum; Technikmuseum

Bundesland

Hessen

Fördersumme

25.000,00 €

Förderjahr

2021