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N51.
951342°
E8.
663295°

Archäologisches Freilichtmuseum, Oerlinghausen

Neue jungsteinzeitliche Abteilung

Umsetzung durch

Archäologisches Freilichtmuseum e.V., Projektleiter Karl Banghard

Maßnahme

Vorbereitende Investitionen für die neue jungsteinzeitliche Abteilung durch Anlage eines digitalen Häuserfriedhofs und Anschaffung von Repliken für Präsentation und Museumspädagogik

Das Archäologische Freilichtmuseum hat eine bewegte Geschichte: 1936 als erstes germanisches Freilichtmuseum der Welt eröffnet, präsentierte es ein neues Germanenbild, dessen Herleitung aus der Fachwissenschaft nachdrücklich zur Schau gestellt wurde. 1945 verwilderte die Anlage und wurde 1946 abgebaut. 1961 ging ein neues Germanengehöft in Betrieb, das 1973 abbrannte. Unter konsequenter Hinwendung zur modernen Siedlungsarchäologie gab es 1979 den dritten Neuanfang. Heute wird auf etwa 1,5 Hektar Fläche in sechs großen Baugruppen ein Eindruck vom prähistorischen Alltag vermittelt: vom Sommerlager eiszeitlicher Rentierjäger bis zur frühmittelalterlichen Hofanlage. Die Häuser sind eingebettet in Kulturlandschaften der jeweiligen Epoche. Gehege mit Rückzüchtungen mittelalterlicher Weideschweine und Ziegen sowie Versuchsgärten ergänzen die Ensembles.

Dank der Förderung waren umfangreiche Messarbeiten am 1978 errichteten und mittlerweile baufälligen jungsteinzeitlichen Langhaus möglich. Vor dem geplanten Abriss der steinzeitlichen Hausrekonstruktion wurde das Langhaus digital erfasst und aufbereitet, um es mittels Photogrammetrie in einem digitalen Häuserfriedhof zu konservieren. Weiterhin konnten hochwertige, materialgerechte Repliken spätneolithischer Artefakte (Wagen, Steinbeile) für die Präsentation und Museumspädagogik angeschafft werden.

Projekt­details

Art der Einrichtung

Freilichtmuseum

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Fördersumme DVA

15.966,00 €

Förderjahr

2020